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| Real | |
Der Real (abgeleitet von span. rey = König) war die Währung in Spanien
für mehrere Jahrhunderte.
Pedro IV. von Aragón begann Mitte des 14. Jahrhundert mit der Prägung von
Gold-Reales auf Mallorca. In Spanien wurden seit Mitte des 14. Jhs. auch
Silbermünzen mit der Bezeichnung "Real" geprägt, ausgehend von Mallorca und
Valencia. Die einfachen Reale wurden in großen Mengen geprägt und hatten in
der Hochzeit des spanischen Imperiums einen erheblichen Anteil am
europäischen Geldumlauf des 16. und teilweise des 17. Jhs.. In der
permanenten spanischen Wirtschaftskrise des 18 Jhs. fand eine erhebliche
Entwertung statt.
Der portugiesische Real (Plural: Réis) wurde um die gleiche Zeit eingeführt,
wie der spanische, verlor jedoch schnell an Wert und sank zur kupfernen
Scheidemünze ab, blieb aber Berechnungsgrundlage.
Auch in den spanischen Niederlanden wurden silberne Reale geprägt - bis in
die Spätphase des niederländischen Unabhängigkeitskrieges.
Südamerika: Aus den reichen Silbervorkommen Südamerikas wurden ab dem 16.
Jahrhundert Real-Stücke geprägt. Am bekanntesten wohl die Münze zu 8 Reales
("Piece of eight"), die mit einem Gewicht von ca. 27 Gramm dem Taler
gleichwertig war. Silbermünzen zu 1/2, 1, 2, 4 und 8 Reales waren bis Ende
des 19. Jahrhunderts in Mittel- und Südamerika gängig - zu Kolonialzeiten
meist mit dem Konterfei des jeweiligen spanischen Königs, nach der
Unabhängigkeit meist mit landestypischen Symbolen und oft der Abbildung
einer sogenannten Freiheitsmütze. Auch in Nordamerika und vielen weiteren
Ländern wie dem Sudan, Eritrea, Ländern des Indischen Ozeans und China
zirkulierten (vor allem 8-)Reales-Münzen als Zahlungsmittel - teilweise
durch Gegenstempel umgewidmet. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde die
Währung "Real/Reales" oft durch landesspezifische Währungen (Sol, Boliviano,
Peso, Riyal...) ersetzt.
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